Bioidentische Hormon-Therapie
für die Wechseljahre
&
die Zeit davor und danach

Frauen-Trio Wechseljahre bioidentische Hormone Leipzig

Bioidentische Hormone sind so konzipiert, dass sie den  Hormonrezeptoren im weiblichen Körper besser andocken können. So können Mängel besser ausgeglichen werden. 

Die hormonelle Umstellung im Leben der Frau bringt neue Herausforderungen mit sich.

Wenn die weiblichen Hormone ihre Balance verlieren, oder später nach den Wecheljahren sogar fehlen, dann ist der weibliche Körper nicht darauf vorbereitet.

Symptome sind hier vielfältig und werden unter Umständen gar nicht mit dieser Wechsel-Jahres-Veränderung in Verbindung gebracht.

Neben den klassischen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Libidoverlust,  Hitzewallungen  und Herzstolpern, können auch folgende Symptome oder Erkrankungen durch den Hormonmangel oder Hormon-Dysbalancen typischerweise auftreten:

  • Muskelschmerzen
  • Muskelrückgang
  • Schwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Osteoporose
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfette
  • Gewichtszunahme (besonders am Bauch)
  • erhöhtes Herzinfarktsrisiko
  • Vergesslichkeit
  • erhöhtes Demenzrisiko
  • Depression & Ängste
  • Inkontinenz
  • Scheidentrockenheit
  • Libido-Verlust und vieles mehr…

Die ersten Symptome können bereits zwischen 30 und 40 auftreten, auch wenn der Menstruationszyklus noch völlig unverändert ist.

Ein Mangel an weiblichen Hormonen lässt sich je nach Ihrem Alter bereits anhand einer ausführlichen und individuellen  Anamnese erkennen. Eine Laboruntersuchung ist immer dann sinnvoll, wenn es Unsicherheiten gibt, oder Ihre Beschwerden nicht eindeutig sind. Insbesondere in den Wechseljahren schwanken Hormonspiegel im Tagesverlauf teilweise sehr stark, sodass eine einfache Auswertung eines Einzelwertes weniger Erkenntnisse bringen, als eine ausführliche Analyse von Menstruationszyklen und Symptomen.

Je nachdem, ob Sie sich noch in den VOR-Wechseljahren, den Wechseljahren oder den NACH-Wechseljahren befinden, wird die Therapie individuell mit Ihnen gemeinsam geplant. Entscheidend sind hier mehrere Faktoren, wie zB Vorerkrankungen, Verhütungsschutz, Blutungsverhalten und die Symptome, die wir behandeln möchten.

Nach jeder begonnenen Hormontherapie wird ein Verlaufsgespräch nach 3 Monaten vereinbart, um den Erfolg 

Bereits in vielen Studien konnten Vorteile der Hormon(-Ersatz)Therapie nachgewiesen werden, wenn diese in dem 10-Jahres-Zeitfenster begonnen wurde:

  • Linderung von Wechseljahresbeschwerden: Effektive Reduktion von Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

  • Senkung des Darmkrebsrisikos: Kombinierte HRT-Präparate (Östrogen + Gestagen) können das Risiko für kolorektalen Krebs um bis zu 30 % reduzieren.

  • Schutz der Knochengesundheit: Vorbeugung von Osteoporose und Minderung des Risikos für Knochenbrüche.

  • Schutz der Schleimhäute: Behebung von vaginaler Trockenheit sowie Vorbeugung von Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und wiederkehrenden Harnwegsinfekten.

  • Kardiovaskuläre Effekte: Bei rechzeitiger Einnahme (innerhalb des 10-Jahres-Fensters nach der Menopause) positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und die Gefäße.

  • Verbesserung von Haut und Haaren: Erhalt der Hautelastizität und Schutz vor hormonell bedingtem Haarausfall.

  • Erhalt der Lebensqualität: Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens sowie der mentalen und körperlichen Leistungsfähigkeit.

Ist eine Hormontherapie gefährlich?

Kurz gesagt: meistens nicht. Früher hieß es pauschal: Hormone erhöhen das Risiko für Thrombose, Schlaganfall und Brustkrebs. Heute weiß man: Es kommt nicht nur auf das Hormon an, sondern darauf, wie man es nimmt.

Woher kommt die Angst?

Sie stammt aus einer großen Studie von 2002. Dort bekamen meist ältere Frauen Hormon-Tabletten, die man heute kaum noch verwendet. Die Ergebnisse wurden dann auf alle Hormone übertragen. Inzwischen sieht die Forschung das deutlich differenzierter. Die aktuelle deutsche Leitlinie empfiehlt eine Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden ausdrücklich, nach guter Beratung.

Tablette oder Gel – warum das einen Unterschied macht

Tablette: Das Hormon geht erst durch die Leber. Dort beeinflusst es die Blutgerinnung. Dadurch steigt das Thromboserisiko etwas an.

Gel, Spray oder Pflaster: Das Hormon geht über die Haut direkt ins Blut. Die Leber wird umgangen. Nach heutigem Wissen steigt das Thromboserisiko dabei nicht an.

Das Hormon ist also dasselbe. Nur der Weg ist ein anderer.

Risiken auf einen Blick

RisikoTabletteGel / Pflaster
Thromboseleicht erhöhtnicht erhöht
Schlaganfallnur bei höherer Dosis über längere Zeitnicht erhöht
Herzinfarktnur bei hoher Dosis über längere Zeitnicht erhöht
Brustkrebshängt vor allem vom zweiten Hormon (Gestagen) abhängt vor allem vom zweiten Hormon (Gestagen) ab

Das zweite Hormon zählt auch    Frauen mit Gebärmutter brauchen neben dem Östrogen ein zweites Hormon, das Gelbkörperhormon. Es schützt die Gebärmutterschleimhaut. Hier gibt es Unterschiede: Körperidentisches (bioidentisches)  Progesteron schneidet in Studien bei Brustkrebs und Thrombose günstiger ab als künstliche Varianten.

 

Was heißt das für Sie?

Eine gut geplante Hormontherapie ist für die meisten Frauen sicher. Wichtig sind:

  • der richtige Weg (oft über die Haut)
  • die passende Dosis
  • das richtige zweite Hormon
  • ein früher Beginn, am besten in den ersten Jahren nach der letzten Periode.

Ob das für Sie passt, besprechen wir gemeinsam in der Sprechstunde.

Für die individuelle Risikoanamnese , Beratung, Therapieplanung & Aufklärung über den Ablauf der Therapie  wird nach GOÄ abgerechnet in der Regel ca. 120,00 Euro. 

Diese wird möglicherweise nicht im vollen Umfang von den privaten Krankenkassen erstattet. Mehr Informationen finden Sie dazu in dem Bereich für Fragen & Antworten auf unserer Website.

Privat Versicherte erhalten die Kosten für die Medikamente in der Regel erstattet. Gesetzlich Versicherte zahlen die Medikamente bei einem Privatrezept selbst; die Präparate sind meist günstig. Gesetzlich versicherte Patientinnen können sich jedoch bei einem niedergelassenen Facharzt oder Fachärztin Hormone in der Postmenopause auf ein rotes Rezept ausstellen lassen (gilt nicht für die Prämenopause).